Preisgericht wählt den Entwurf der "gmp Generalplanungsgesellschaft mbH" aus Berlin
24 Architekturbüros haben sich auf Einladung der Stadt Gelsenkirchen an dem Architekturwettbewerb für den Neubau des Hans-Sachs-Hauses beteiligt. Seit Freitag, 11. April 2008, gibt es einen Gewinner und damit ein neues Gesicht für das Hans-Sachs-Haus. Oberbürgermeister Frank Baranowski, Stadtdirektor Michael von der Mühlen und der Vorsitzende der Jury, der Dortmunder Professor Eckhard Gerber, gaben die einstimmige Empfehlung der Jury, die Arbeit der „gmp Generalplanungsgesellschaft mbH, Berlin" als Grundlage der Realisierung auszuwählen und die Verfasser mit weiteren Leistungen zu beauftragen, bekannt. Die „gmp Generalplanungsgesellschaft mbH" zeichnet auch für den Lehrter Bahnhof oder das Stadion in Köln verantwortlich.
Der Vorsitzende der Jury, Professor Eckhard Gerber, begründete die Entscheidung mit der Empfindsamkeit des Entwurfs, der die Elemente des alten Gebäudes erhält und wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt und eine neue Formulierung moderner Architektur anfügt. Der neue Teil nehme mit hoher Sensibilität die alten Strukturen auf und entwickle sie zu etwas ganz Neuem weiter. So liegt hinter einer offenen Glasfassade der Eingang zum neuen Ratssaal. Professor Eckhard Gerber: „Dieser Entwurf nimmt alle Wünsche von Seiten der Stadt Gelsenkirchen auf und verarbeitet auch Vorschläge, die in Foren formuliert worden sind. Der Entwurf hat die Ansätze integriert und zu einem hervorragenden Ganzen zusammengefasst.“
Oberbürgermeister Frank Baranowski: „Ich freue mich, dass die Architekten im Siegerentwurf, unsere Vorgabe, die Fassade des kunsthistorisch bedeutenden Baus zu erhalten, in hervorragender Weise umgesetzt und mit modernen Elementen verknüpft haben. Ebenso wichtig wird es sein, dass wir das Gebäude wieder mit Leben füllen und dass das Neue Hans-Sachs-Haus für die Menschen in unserer Stadt wieder zu dem wird, was es war: ein wichtiger Teil ihres Bildes von Gelsenkirchen, ein zentrales Element ihrer Heimatstadt. Seit heute hat das Hans-Sachs-Haus ein neues Gesicht! Ich konnte mich selbst davon überzeugen, dass die eingereichten Entwürfe von hoher Qualität sind. Und viele bieten das Potenzial, dem Hans-Sachs-Haus wieder zu großem Ansehen zu verhelfen. Das Neue Hans-Sachs-Haus wird, wenn es fertig ist, neue Impulse für die Innenstadt und ganz Gelsenkirchen geben.“
Stadtbaurat Michael von der Mühlen: „Der Entwurf interpretiert die Ideen von Alfred Fischer auf eine sehr moderne Art und Weise. Die neuen Elemente werden bewusst nicht gegen die historische Fassade ausgespielt, sondern ergänzen sie sehr angenehm, so dass man sagen kann, der Entwurf hat das Zeug zu einem Klassiker.“
Der Rat der Stadt Gelsenkirchen entscheidet im Juni 2008 über den Entwurf.
Vom 15. April 2008 bis zum 3. Mai 2008 sind die Entwürfe und Modelle im Foyer des Musiktheaters im Revier (MiR) in Gelsenkirchen zu sehen (Öffnungszeiten: dienstags bis freitags von 10.00 bis 18.30 Uhr sowie samstags und montags von 10.00 bis 14.00 Uhr).
Ziel des Wettbewerbs war, eine optimale und wirtschaftliche Lösung der Planungsaufgabe für die Bauherrin zu erreichen. Hierzu wurde ein europaweites Verfahren ausgeschrieben, in dem sich 76 Teams aus Architekten und Fachplanern bewarben. Mitte November 2007 hatten die 25 aus den Bewerbungen ausgewählten Teilnehmer die Auslobung und die Planunterlagen zu dem Wettbewerb erhalten. Zur Klärung von Rückfragen waren sie und das Preisgericht Ende November 2007 zu einem gemeinsamen Einführungskolloquium zusammengekommen.
Mit Abschluss einer 1. Bearbeitungsphase wurden aus den 24 eingereichten Arbeiten in einer ersten Preisgerichtssitzung am 8. Februar 2008 acht Arbeiten zur Weiterbearbeitung und Konkretisierung ausgewählt. Der Abgabetermin der Arbeiten für die zweite Bearbeitungsphase war der 13. März 2008. Nach einer weiteren Vorprüfung erfolgte die abschließende Bewertung durch das unabhängige Preisgericht am 11. April 2008. Die Teilnehmer und ihre Arbeiten wurden in einem anonymisierten Verfahren beurteilt. Insgesamt waren 250.000 Euro Preisgeld zu vergeben.
Anlass, Auslober, Organisation
Die Stadt Gelsenkirchen beabsichtigt den Neubau des Rathauses mit Räumen für die Verwaltungsspitze, die politischen Gremien, den Ratsbereich, ein Bürgercenter und weiteren Verwaltungseinheiten sowie einen multifunktional nutzbaren Veranstaltungsort am historischen Standort in der Innenstadt. Dabei sind die straßenseitigen Fassaden des in den 1920er Jahren errichteten Hans-Sachs-Hauses (einschließlich des Turms) zu erhalten.
Erwartet wurden architektonisch und funktional herausragende Lösungen zum Neubau eines offenen, bürgerfreundlichen Rathauses mit einem vielfältig nutzbaren und identitätsstiftenden Veranstaltungsbereich/Bürgerforum. Der Neubau soll hinsichtlich der Nachhaltigkeit und vor allem des Energieverbrauchs Vorbildfunktion erfüllen. Eine weitere wesentliche Aufgabe des Wettbewerbes war es, einen sinnvollen baulichen und räumlichen Abschluss zur Dreikronenstraße zu entwickeln.
| Ausloberin des Wettbewerbs: | Organisation und Vorprüfung: |
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Stadt Gelsenkirchen, vertreten durch: den Oberbürgermeister - Referat 23 - Zentrales Immobilienmanagement Goldbergstraße 12 45894 Gelsenkirchen | Norbert Post & Hartmut Welters Architekten & Stadtplaner BDA/SRL Arndtstraße 37 44135 Dortmund |
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Ansprechpartnerin: Frau Gabriele Reiners Tel. 0209 / 169 -4067 Fax 0209 / 169 -4809 E-Mail gabriele.reiners@gelsenkirchen.de www.gelsenkirchen.de | Ansprechpartner: Hartmut Welters, Anke Thormählen Tel. 0231 - 47 73 48 60 Fax 0231 - 55 44 44 E-Mail info@post-welters.de www.post-welters.de |
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Ausstellung
Die Ausstellung der Entwürfe und Modelle ist vom 15. April bis zum 3. Mai 2008 im Foyer des Musiktheaters im Revier (MiR), Kennedyplatz, 45881 Gelsenkirchen, zu sehen.
Öffnungszeiten:
dienstags bis freitags von 10.00 bis 18.30 Uhr
samstags und montags von 10.00 bis 14.00 Uhr.
Der Eintritt ist frei.
Die Arbeiten der zweiten Wettbewerbsphase werden zudem im Zeitraum vom 15. April bis zum 9. Mai 2008 in der Volksbank Buer, Goldbergplatz 2-4, 45894 Gelsenkirchen ausgestellt. Außerdem können alle Arbeiten auf der Internetseite der Stadt Gelsenkirchen unter www.gelsenkirchen.de eingesehen werden.
Eine Videoreportage von der Ausstellungseröffnung am 15. April 2008 bietet TV-Emscher-Lippe im Internet an.
| Teilnehmer |
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(Architekt, Tragwerksplaner, Fachplaner technische Gebäudeausrüstung bzw. Generalplaner) | • agn Nieberghaus & Partner, Ibbenbüren • Anderhalten Architekten GbR, Berlin Krebs und Kiefer Heimann Ingenieure • Architekten Schröder, Schulte Ladbeck, Dortmund SIG Schürmann Ingenieurgesellschaft Schmidt, Reuter Integrale Planung • architekturwerkstatt ac-hks Architekten + Gesamtplaner GmbH & CoKG, Aachen B.Walter Ingenieurgesellschaft mbH Ingenieurgemeinschaft TEN, Trümper Erpenbach-Nordhausen GmbH • BGK Consulting, Leipzig Statkbüro Lochas Planungsbüro,Haustechnik, Dieter Quellmalz • Dipl.-Ing. Heinrich Böll Architekt BDA DWB, Essen Seroneit & Schneider GmbH DTF GmbH & CoKG • Dömges Architekten AG, Regensburg CBD Tragwerksplanung GmbH CBD Technische Ausrüstung • Eller + Eller Architekten, Düsseldorf Kunkel & Partner KG Happold Ingenieurbüro GmbH • ErlenPartnerArchitekten, Köln Vreden, Henneker + Partner PKA Planungsgesellschaft mbH • GAP mbh, Thomas Winkelbauer, Berlin • gmp Generalplanungsgesellschaft mbH, Berlin MEYER & PARTNER WINTER Ingenieure • Kahlfeldt Architekten, Gesellschaft von Architekten, Berlin Ingenieurbüro Rüdiger Jockwer GmbH PRG Ingenieurgesellschaft mbH • Kaufmann Theilig & Partner, Ostfildern Pfefferkorn Ingenieure Henne & Walter GbR • Kiessler+ Partner, München Sailer Stephan & Partner GmbH IBF Ingenieurgesellschaft mbH • Kohl:Fromme Architekten, Duisburg Engels Ingenieure GmbH Ingenieurbüro Paulus GmbH • Molestina Architekten, Köln Naumann und Partner Faxel und Partner • Nattler Architekten, Essen KKK Ingenieurgesellschaft mbh Ingenieurbüro Fuhrmann Keuthen • PASD Feldmeier + Wrede Architekten BDA Stadtplaner SRL, Hagen HEG Beratende Bauingenieure INCO Ingenieurbüro • Petzinka Pink GmbH&CoKG, Düsseldorf • PFP Architekten BDA, Hamburg B+G Ingenieure Bollinger und Grohmann GmbH Ebert-Ingenieure Düsseldorf GmbH • Rauh Damm Stiller Partner, Hattingen Itten+ Brechbühl, Bern Wetzel & von Seht, Hamburg Cosanne Ingenieure, Dorsten • RKW Rhode Kellermann Wawrowsky, Düsseldorf • Schulte Architekten, Köln Kempen Krause Ing.-Gesellschaft ITG Ingenieurbüro Pitz • pbr Planungsbüro Rohling AG, Architekten und Ingenieure, Osnabrück • Planfabrik SPS, Ettlingen Haag und Klarmann fc. Ingenieure Karlsruhe GmbH |
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