Do, 26.01.2012, 19:00 Uhr
„Alles weiß ich noch... und das ist das Schlimme an der Geschichte“
Videomitschnitt eines Vortrages des Zeitzeugen Rolf Abrahamsohn
Der 86-jährige Rolf Abrahamsohn aus Marl ist einer der wenigen Überlebenden des Holocaust, der noch von seinen eigenen Gewalterfahrungen unter dem Terrorregime der Nazis berichten kann. Was Rolf Abrahamsohn erzählt, ist spannend, ist aufregend, ist unglaublich - und leider wahr. Sichtlich zerrt die Erinnerung an seinen Kräften, wenn er von den Erlebnissen in der so genannten „Reichskristallnacht" berichtet oder von der Deportation am 27.01.1942 aus dem „Judensammellager" auf dem Gelsenkirchener Wildenbruchplatz in das Ghetto Riga. Als er vom gewaltsamen Tod seiner Mutter spricht, versagt dem alten Mann beinahe die Stimme. Abrahamsohn berichtet von seinem Leidensweg, der in die Konzentrationslager Kaiserwald, Stutthof und Buchenwald, in ein Außenlager von Buchenwald beim Bochumer Verein und weiter nach Theresienstadt führte, wo er schließlich befreit wurde. In Marl baute sich Rolf Abrahamsohn, dem am 17.11.2011 in Recklinghausen die Auszeichnung „Vestischer Ehrenbürger" verliehen wurde, nach seiner Rückkehr ein neues Leben auf.
Der Videomitschnitt (53 Min.) von Jesse Krauß entstand bei Abrahamsohns Vortrag am 27. Januar 2011, dem Holocaust-Gedenktag, im Gauß-Gymnasium Gelsenkirchen.
Impressionen zur Veranstaltung:

Eintritt frei - Um eine Spende für das Projekt Stolpersteine in Gelsenkirchen wird gebeten
Info: (0209) 9 99 46 76 und www.gelsenzentrum.de
Veranstalter: Gelsenzentrum e. V.
Redaktion: Kulturraum „die flora“