Gelsenkirchen ist neben Brüssel und Edinburgh einer der drei Preisträger des "ELAC - Kulturelle und ethnische Vielfalt im Alter!“ Das belegt: Die "Generation Silber" in Gelsenkirchen ist nicht grau, sondern bunt und bringt sich engagiert, vielfältig und kreativ ins Stadtleben ein. Und zwar ausgezeichnet! 37 Städte aus sieben Ländern haben sich an dem erstmalig ausgeschriebenen Wettbewerb des Europaparlaments und des Landes NRW beteiligt.
Unter den Seniorenvertretern und Nachbarschaftsstiftern in Gelsenkirchen gibt es mittlerweile sieben Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. An 30 Standorten wirken zurzeit 52 Seniorenvertreterinnen/Nachbarschaftsstifter. Sie sind Lotsen, um Rat und Hilfe zu vermitteln, sie unterstützen nachbarschaftliche Hilfen und sie vertreten die Interessen Älterer bei der familiengerechten Wohnumfeldgestaltung.
Wie gut die Gelsenkirchener Senioren mittlerweile vernetzt sind, zeigen die ZWAR-Gruppen, von denen es mittlerweile zehn in der gesamten Stadt gibt. ZWAR steht für "Zwischen Arbeit und Ruhestand. Die ZWAR-Gruppe Neustadt/Ückendorf erhielt beispielsweise für ihre Idee einer Erinnerungsbox den Sozialpreis des Caritasverbandes Bistum Essen. Damit ältere Menschen gut in dieser Stadt leben, die notwendigen Dienste in Anspruch nehmen und sich gut für ihre Angelegenheiten einsetzen können, gibt es das Seniorennetz Gelsenkirchen. Dort arbeiten Stadtverwaltung, Kirchen, Wohlfahrtsverbände, private Unternehmen der Seniorenwirtschaft, Wohnungsunternehmen und Pflegekassen Hand in Hand. Durch die Kooperation sollen Angebote verzahnt werden, damit ältere Menschen in Gelsenkirchen möglichst selbständig und möglichst selbstbestimmt leben können.Die Seniorennetz unterstützt durch Beratung Senioren in allen Lebenslagen durch die beiden Infocenter in der Vattmannstraße (Süd) und Maelostraße (Nord). In den Senioren-Infocentern arbeiten mit großem persönlichen Einsatz qualifizierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Sie bestmöglich zu unterstützen.
Die städtische Beratungsstelle Pflege, Alter, Demenz - PFAD - berät ältere oder behinderte Menschen. In vielen Fällen kann die Führung eines selbstständigen Lebens in der eigenen Wohnung ermöglicht oder die häusliche Pflege erheblich erleichtert werden.
"Wie wollen wir selbst leben, wenn wir älter sind?" "Welche Angebote kultureller Art gibt es für mich?" Fragen dieser Art werden in der Projektwerkstatt 50+ diskutiert, die sich einmal im Monat trifft (am 4. Mittwoch im Monat, 15 Uhr in der VHS). Die Projektwerkstatt bespricht und heckt neue Ideen aus,informiert über den Stand der bestehenden Projekte (Spieletreffs, Seniorenkinocafé, Bibliothekstreffs, Erzählcafé) und beschäftigt sich mit weiteren seniorenrelevanten Themen. Für ihre engagierte Arbeit erhielt die Projektwerkstatt beim bundesweiten Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz" einen Preis für die Umsetzung von "1x1 des guten Tons".
Worum geht's? Der Kurs bietet seit 2008 Hauptschülern ab Klasse 7 die Möglichkeit, mit geeigneten Umgangsformen auch den Start ins Berufsleben zu erleichtern. Diese sehr lebendigen Kurse mit viel Kommunikation zwischen den Generationen schließen jeweils mit einem gemeinsamen Drei-Gänge-Menü in einem Restaurant der gehobenen Kategorie ab. Das Projekt wurde bereits 2010 von der Körber-Stiftung, Hamburg prämiert. Die gute Idee sprach sich sogar bis ins Kanzleramt nach Berlin herum. Auf Einladung von Bundeskanzlerin Angela Merkel nahm Petra Schlüter als Repräsentantin der Zukunftswerkstatt an der Ehrung "Menschen helfen Menschen" Anfang April 2011 in Berlin teil.
Mehr zum seniorenfreundlichen Gelsenkirchen finden Sie hier.