Eine der schönsten Brücken Europas steht in unserer Stadt. Sie überspannt den Rhein-Herne-Kanal am Hafen Grimberg. Das Beispiel für gelungene Architektur wurde 2010 mit dem „European Steel Bridges Award“ ausgezeichnet. In diesem Jahr folgten bei den "Footbridge Awards" Auszeichnungen für Technik und Ästhetik. Die vom Regionalverband Ruhr (RVR) in Auftrag gegebene Brücke trägt seit August 2010 den Namen „Grimberger Sichel“.
In Gelsenkirchen wird bei vielen öffentlichen und privaten Bauprojekten immer großer Wert auf die architektonische Qualität gelegt. Die beeindruckende Brücke gleich in Nachbarschaft zur ZOOM Erlebniswelt ist nur das jüngste Beispiel für gelungene und ausgezeichnete Architektur in unserer Stadt. Positive Beispiele animieren offensichtlich zur Nachahmung.
Eine beeindruckende Glasarkade, ein Solarstromkraftwerk auf dem Dach und ideale Arbeitsbedingungen für innovative Unternehmen: Ein Maßstab und Vorbild für gelungene Architektur in Gelsenkirchen ist der Wissenschaftspark. Nach dem Architekturpreis der West-Hyp-Stiftung (1994), wurde das Gebäude auf der Internationalen Immobilienmesse in Cannes (MIPIM 1995) vorgestellt und als „eines der besten Business-Center in Europa" mit dem zweiten Platz ausgezeichnet. Auch der „Deutsche Architekturpreis 1995", der als größter bundesweiter Architektenwettbewerb alle zwei Jahre unter Schirmherrschaft der Bundesarchitektenkammer vergeben wird, ging an den Wissenschaftspark, der von den Architekten Kiessler + Partner (München) konzipiert wurde.
Den internationalen „Business Week/Achitectural Record Award 2006“ bekam der Umbau der Zeche Nordstern zur THS-Verwaltung zugesprochen. Das Wohnungsbauunternehmen hat in Horst in der ehemaligen Zeche Nordstern ein modernes, transparentes Büro- und Verwaltungsgebäude bezogen, dass atemberaubend Einblicke in die Industriearchitektur erlaubt. Zudem zeichnet sich der Standort durch eine hohe Energieeffizienz und Funktionalität aus. Gemeinsam mit sieben weiteren Gewinnerprojekten wurde die THS-Verwaltung mit dem in New York ausgelobten Preis unter 176 Bewerbungen ausgezeichnet. Zudem gab es für den Umbau des Architekturbüro Feldmeier und Wrede im Jahr 2005 den Deutschen Architekturpreis sowie im Rahmen der Landesinitiative „StadtBauKultur NRW“ die Auszeichnung für vorbildliches Bauen vom Ministerium für Bauen und Verkehr in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen.
Auch andere Unternehmen setzen Maßstäbe für Qualität. So die international agierende Kommunikationsagentur LOOK UP. An der Willy-Brandt-Allee wurde 1998 ein Gebäude im Bauhausstil entworfen, das die Werte des Unternehmens wie Transparent, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und Leidenschaft widerspiegelt. Die verwendeten Materialien - Sichtbeton, Holz und Glas für die Hülle, Naturstein und Holz für das Innere - lassen das Gebäude insgesamt zu einem Erlebnis werden. Dafür gab es 2000 die „Auszeichnung vorbildlicher Bauten in NRW" von der Architektenkammer und dem NRW-Ministerium für Bauen und Wohnen. Architekten sind Anin - Jeromin - Fitilidis & Partner aus Düsseldorf.
Zur Erweiterung der Hauptverwaltung der Gelsenwasser AG wurde neben dem bestehenden Bau aus den 1970er Jahren ein in Form und Größe identischer Baukörper errichtet. Der Glaskubus des Neubaus ist durch verglaste Brücken an den Altbau angeschlossen. Die verstellbaren Lamellen der Jalousien ermöglichen neben dem Sonnenschutz auch eine Lichtlenkung, so dass bei geschlossenen Jalousien auf künstliche Beleuchtung verzichtet werden kann. Geothermale Absorptionskühlung und Deckensegel für Heizung und Kühlung sorgen für ein gutes Raumklima. Für das Gebäude gab es den Architekturpreis für vorbildliche Gewerbebauten 2004 (Hypo Real Estate / Bund Deutscher Architekten). Architekten sind hier ebenfalls Anin - Jeromin - Fitilidis & Partner.
In Gelsenkirchen wird also großer Wert auf eine ansprechende Architektur gelegt - von öffentlichen genauso wie von privaten Bauherren. Und das soll auch in Zukunft so bleiben. Etwa bei neuen Hans-Sachs-Haus. Es soll ein Zentrum des politischen Austausches, Veranstaltungszentrum, kultureller Magnet und damit ein Anziehungspunkt für alle Gelsenkirchener werden. Mit dem Bürgerforum, dem Atrium, dem Café, dem BÜRGERcenter, der Kommunalen Galerie und anderen Ausstellungsräumen wird es schnell wieder zu einem Ort, an dem Menschen zusammenkommen. Gebaut wird das neue Hans-Sachs-Haus von gmp, einem der weltweit renommiertesten Büros. Die Architekten von gmp haben u.a. Fußballstadien rund um den Globus entworfen, die Messe Leipzig oder den Hauptbahnhof in Berlin.
Beim neuen Hans-Sachs-Haus und anderen Bauten in Gelsenkirchen gilt also: Ausgezeichnete Architektur ist ein wichtiger Baustein für eine lebenswerte Stadt.