Gelsenkirchen tut so viel für Kinder und Familien, wie kaum eine andere Stadt - nicht nur in Deutschland. Ausgezeichnet - befand die internationale Jury des European Award of Excellence „City for Children 2010“ und verlieh Gelsenkirchen den ersten Preis für das bahnbrechende integrierte Konzept der frühkindlichen Förderung.
Die Stadt setzte sich damit unter 43 europäischen Kandidaten durch - in der Endrunde gegen die Konkurrenz aus Porto, Krakau und Bukarest.
Damit ist es jetzt amtlich: Was Gelsenkirchen für Bildung, Frühförderung von Kindern und Unterstützung junger Familien auf die Beine stellt, gehört europaweit zum Besten, was Städte zu bieten haben.
Gelsenkirchen hat in den letzten Jahren unter dem Motto „Bildung und Erziehung von Anfang an“ eine lückenlose Betreuungs- und Präventionskette eingerichtet, die allen Kindern von Anfang an beste Entfaltungsmöglichkeiten ermöglichen will - und dafür sorgen soll, dass kein Kind zurückbleibt.
Von Begrüßungshausbesuchen bei Neugeborenen, bei denen die Eltern über alle Fördermöglichkeiten für ihre Kinder informiert werden, über die Gelsenkirchener Elternschule, die in mehrsprachig angebotenen Kursen jungen Eltern wichtiges Basiswissen für die erste Familienphase vermittelt, über kontinuierliche Begleitung in Offenen Eltern-Baby-Treffs bis hin zu systematischen Instrumenten der Sprachförderung in und bereits vor den Kindertagesstätten, die längst zu Familienzentren in den Stadtteilen ausgebaut worden sind, reicht der bundesweit beispiellose integrierte Ansatz.
Erstes Glied in der Kette ist das Projekt "Gesunder Start ins Leben" für den die Stadt den mit 5.000 Euro dotierten "Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen 2010" (Fernsehbeitrag) erhielt. "Ihrer Einsatzbereitschaft verdankt das Land Nordrhein-Westfalen eine beispiellose Weiterentwicklung des Gesundheitswesens", lobt die zuständige Ministerin Barbara Steffens. So konnte die Säuglingssterblichkeit in Gelsenkirchen von 10,2 Promille im Jahr 2004 (23 Fälle) auf 5,6 Promille im Jahr 2008 (12 Fälle) kontinuierlich gesenkt werden. Durch die Einstellung von zwei zusätzlichen Familienhebammen, die sich auch nach der Geburt noch um unterstützungsbedürftige junge Mütter und ihre Babys kümmern, konnten Risikogruppen in viel stärkerem Umfang als bisher erreicht werden.
Der in Gelsenkirchen konsequent betriebene Ausbau der Offenen Ganztagsgrundschulen, die Ausweitung der U-3-Betreuung oder etwa die Interkulturellen Erzieherinnen in den Kindertagesstätten sind weitere wichtige Glieder in dieser Kette.
Dieses integrierte Konzept hat als „Gelsenkirchener Modell“ mittlerweile bundesweit Vorbildcharakter - und wird von vielen anderen Kommunen übernommen. Über 70 Anfragen aus ganz Deutschland gab es bislang.
Allein die Anzahl der Sprachförderangebote „Griffbereit“ umfasst in Gelsenkirchen 57 Kurse - mehr als in allen anderen deutschen Städten zusammen! Und der Erfolg bestärkt weiterzumachen: Fast 85 % der Familien werden etwa durch die Hausbesuche samt Nachfolgeangeboten erreicht.
Auch andere sind längst aufmerksam geworden auf den Aufwand, den Gelsenkirchen in Sachen Bildung betreibt: Unter 350 Bewerbungen hatte es die Stadt Gelsenkirchen bis in die Endrunde der letzten sechs geschafft und wurde für den Karl-Kübel-Preis 2010 nominiert, der unter dem Titel stand "Macht uns stark! Bildungs- und Präventionsnetzwerke für Eltern mit jungen Kindern".
In Gelsenkirchen soll jedes Kind eine Chance haben - insbesondere auch auf einen hohen Bildungsabschluss. Wie erfolgreich dieses Vorhaben ist, zeigt eine Ehrung des Landes Nordrhein-Westfalen. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ehrte das Gelsenkirchener Ricarda-Huch-Gymnasium für den erfolgreichen Abbau von Bildungshürden als „eine der herausragenden Schulen unseres Landes“. Dabei unterstrich Hannelore Kraft, dass die Lehrkräfte "ihre Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise fördern und fordern."
2011 war Gelsenkirchen auch beim City-for-Children-Award erneut ganz vorne mit dabei. Für das Medienprojekt "Vom Nucki zum Notebook" erhielt die Stadt ein "Zertifikat Spezieller Anerkennung". Das Projekt fördert bereits in der frühen Kinderheit die Medienkompetenz.
Also: Für Kinder und Familien gibt es in Gelsenkirchen ganz ausgezeichnete Angebote.
Mehr Informationen zum kinderfreundlichen Gelsenkirchen gibt’s hier